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Optimale Versorgung von Schwerstverletzten für die Region Nord-Württemberg

 

24.04.12 16:37

 

Diakonie-Klinikum regionales Zentrum im Traumanetzwerk

Am 16. April wurde in Ludwigsburg das Traumanetzwerk Nord-Württemberg durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfolgreich zertifiziert. Das Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall gehört zu den sieben Kliniken, die sich zu dem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Es ist bereits seit 2008 als regionales Traumazentrum anerkannt. Ziel ist die bestmögliche Versorgung von Schwerverletzten in der Region Nord-Württemberg rund um die Uhr unter standardisierten Qualitätsmaßstäben. Dr. Dieter Richter, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Diakonie-Klinikum, nahm das Zertifikat fürs Diak entgegen. Zum Netzwerk gehören zudem das SLK-Klinikum am Gesundbrunnen in Heilbronn, die Rems-Murr-Kliniken in Backnang und Waiblingen sowie das Krankenhaus Bietigheim. Lokales Traumazentrum ist das Krankenhaus in Mühlacker. Das Klinikum Ludwigsburg hat die Funktion des überregionalen Traumazentrums.

35.000 Verletzte gibt es jedes Jahr in Deutschland, viele davon mit lebensbedrohlichen Verletzungen. Ihre Überlebenschancen hängen entscheidend davon ab, wie schnell sie gerettet und wie gut sie in der aufnehmenden Klinik behandelt werden. Studien in den USA haben ergeben, dass die Patienten besser versorgt werden, wenn Kliniken sich bei der Versorgung von Schwerstverletzten vernetzen. Dies veranlasste die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie im Jahr 2004, das Projekt „Traumanetzwerk“ zu starten. Zu den Wegbereitern gehörte Professor Dr. Hartmut Siebert, DGU-Generalsekretär und früherer Chefarzt der Unfallchirurgie im Diakonie-Klinikum. Die Traumazentren müssen eine Vielzahl unterschiedlichster Kriterien erfüllen. Dazu zählen beispielsweise standardisierte Abläufe bei der Aufnahme und dem Transport eines Patienten ebenso wie definierte Behandlungsabläufe und Verlegungskriterien in der Frühphase der Versorgung. Auch die regelmäßige Teilnahme an Ausbildungsprogrammen und Qualitätszirkeln sowie die Beteiligung am Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie gehören dazu.

„Kein Patient soll unnötig transportiert werden“, erläuterte Professor Dr. Markus Arand, der Sprecher des Traumanetzwerkes Nord-Württemberg und Ärztlicher Direktor der Unfallchirurgie im Klinikum Ludwigsburg. Dabei kommt dem Leitenden Notarzt am Unfallort eine Schlüsselrolle zu. Innerhalb des Netzwerks wurden sogenannte Traumatelefone eingerichtet, damit der Notarzt sofort einen kompetenten Ansprechpartner in der jeweiligen Klinik erreicht.

Dr. Sabine Schindler, Referentin des Krankenhausreferats im Sozialministerium Baden-Württemberg, lobte bei der Zertifizierungsfeier das Netzwerk, das auf ärztliche Initiative und auf freiwilliger Basis gegründet wurde. Professor Dr. Steffen Ruchholtz aus Marburg, Sprecher des Arbeitskreises „Umsetzung Traumanetzwerk“, freute sich, dass jetzt 32 Netzwerke deutschlandweit zertifiziert sind und auch aus dem Ausland Interesse signalisiert wird.

Foto v.l.:  Professor Dr. Markus Arand, Professor Dr. Steffen Ruchholtz und Dr. Dieter Richter bei der Übergabe des Zertifikats.

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