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Koloproktologie

Hilfe bei Erkrankungen an Enddarm und After

Krankheiten des Dickdarms oder Mastdarms sowie des Analbereichs sind sehr häufig. Für Personen ab dem 55. Lebensjahr ist eine Vorsorgeuntersuchung für diese Krankheit etabliert, die von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird. Wer rechtzeitig in die koloproktologische Sprechstunde kommt, vermeidet oft eine große Operation. Wenn der Arzt Ihnen zur Operation rät: Anal-OPs sind heute die am zweithäufigsten geplanten chirurgischen Eingriffe (nach Leistenbruch).

Die Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten im Diakonie-Klinikum an den Standorten Schwäbisch Hall und Gaildorf bieten Ihnen Hilfe und beantworten gerne Ihre Fragen.

Wann zum Arzt?
Warnzeichen sind blutiger Stuhlgang, Juckreiz, Brennen und Nässen im Analbereich, tastbare Schwellungen sowie Schmerzen, die beim Stuhlgang oder dauerhaft auftreten. Jede Form der Selbstdiagnose oder Selbsthilfe ist problematisch. Aus einem „verdrängten” kleinen Knoten, der anfänglich in der Tat harmlos ist, kann ein Darmkrebs entstehen.

Untersuchungen
Zuerst wird der behandelnde Arzt eine Untersuchung der Bauches und des Afters vornehmen.
Sonografie: Die Ultraschalluntersuchung ist in der Diagnostik von Erkrankungen des Bauches nicht mehr wegzudenken. Mit der Untersuchung können Tumore, Gefässanomalien, Flüssigkeitsansammlungen und die genaue Konfiguration der meisten Organe festgestellt werden.

Die Rektoskopie wird mit einem starren Rohr durchgeführt. Der Darm muss vor der Untersuchung gereinigt sein Die Untersuchung erfasst nur den Mastdarm und das Ende des Dickdarms, das Sigma. Durch das Rohr wird nicht nur die Schleimhaut untersucht, auch Polypen können abgetragen werden und die Entnahme von Materialproben für eine feingewebliche Untersuchung ist ebenfalls möglich.

Der Darmausgang wird mit speziellen Sichtrohren untersucht, den Proktoskopen. Damit lassen sich Veränderungen am After, wie Hämorrhoiden, Fissuren und Fisteln noch besser darstellen und in vielen Fällen auch behandeln.

Krankheitsbilder im Analbereich und ihre Behandlung

Hämorrhoiden (vergrößerte Schwellpolster): Die Beschwerden können blutiger Stuhlgang, tastbare Knoten, Nässe und Juckreiz sowie Schmerzen (dauerhaft und geringgradig oder plötzlich auftretend) sein. Die Behandlung besteht im Veröden in einem frühen Stadium, Ligaturen (Abbinden) bei etwas größeren Hämorrhoiden oder einer operativen Behandlung bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden. Bei reponiblen fortgeschrittenen Hämorrhoiden führen wir die Klammernaht-OP (Longo) ohne Schnitt durch. Bei irreponiblen Hämorrhoiden findet eine konventionelle OP mit kleinem Hautschnitt statt.

Fissur (Riss in der Schleimhaut): Akute Fissuren werden zunächst i.d.R. konservativ behandelt mit stuhlerweichenden Mitteln, Ballaststoffen sowie einer lokalen Betäubungssalbe und Schließmuskelentspannungssalbe. Wenn bei einer chronischen Fissur konservativen Maßnahmen nicht helfen, führen wir eine opeative Fissurausschneidung durch.

Fistel (Eitergang): Es besteht eine rohrartige Verbindung zwischen Enddarmschleimhaut und Analhaut. Häufigste Ursache ist eine entzündete Anal-Schleimhautdrüse, seltener bei chronisch entzündlicher Darmkrankheit. Sie wird operativ behoben durch Spaltung (seltener Fadenbehandlung).

Marisken (schmerzlose Hautläppchen): Sie machen sich durch Hautknoten rund um den After, Nässe und Juckreiz bemerkbar, in seltenen Fällen kommt es zu Blutung nach Stuhlgang. Es besteht i.d.R. kein Zusammenhang mit anderen Analkrankheiten. Sie werden unter Narkose bei einer ambulanten Operation entfernt.

Der Arzt Manoj Sen wurde 1959 in Kalkutta, Indien, geboren. Der Spezialist erhielt seine chirurgische Ausbildung in London am berühmten St. Thomas-Krankenhaus, und er praktizierte am St. Marks-Krankenhaus. Bevor er am 1. November 2008 ans Diak kam, war er koloproktologisch spezialisierter Viszeralchirurg am Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt/Main.  Er besitzt die Qualifikationen als MBBS, MD und FRCS.

Er gehört zur Chirurgischen Klinik I des Diakonie-Klinikums Schwäbisch Hall unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Markus Golling. Die Chirurgie im Klinikum Crailsheim wird von Chefärztin Dr. Martina Mittag-Bonsch geleitet.

Manoj Sen ist Ihr Ansprechpartner und kümmert sich um Sie von der ersten koloproktologischen Untersuchung bis zur Nachsorge.

 

 

Informationen zum Download:

Proktologische Sprechstunde in Gaildorf:
(mit Facharztüberweisung)
Montag ab 09:30 Uhr

Operationstag von Manoj Sen in Gaildorf:
Montag ab 13:30 Uhr
Anmeldung und Auskunft im Sekretariat
bei Elke Straube/Heike Weller
Tel. 07971 255–149

Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall
Standort Gaildorf
Kochstraße 19
74405 Gaildorf

Proktologische Sprechstunde in Schwäbisch Hall:
(mit Facharztüberweisung)
Mittwoch ab 13:30 Uhr
Anmeldung und Auskunft im Sekretariat
bei Claudia Kühnlein und Kolleginnen
Tel. 0791 753-4204

Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall
Diakoniestraße 10
74523 Schwäbisch Hall

Proktologische Sprechstunde in Crailsheim:
(mit Hausarztüberweisung)
Donnerstag ab 13:30 Uhr

Operationstag von Manoj Sen in Craisheim:
Donnerstag
Anmeldung und Auskunft im Sekretariat
bei Ingrid Barth/Silvana Stahr
Tel. 07951 490-301

Klinikum Crailsheim
Gartenstraße 21
74564 Crailsheim

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